Scham - Beschämung - Anerkennung

Tagung vom 18. - 20. Nov. 2005 in Freiburg

Was ist dir das Menschlichste? Jemandem Scham ersparen. Nietzsche

Wer sich schämt, will im Boden versinken, sich den Blicken der anderen entziehen. Scham ist eine versteckte Emotion, die so schwer erträglich ist, dass sie häufig abgewehrt wird: Um sich nicht selbst schämen zu müssen, werden andere beschämt, verhöhnt, verachtet, wie Dreck behandelt, ausgeschlossen oder vernichtet. Frühe, sog. "Scham-Kulturen" bedienen sich vorwiegend der Scham zur Regulierung ihrer zwischenmenschlichen Beziehungen. Nach diesem Muster funktionierte auch die Diskriminierung und Verfolgung von jüdischen und nicht konformen Bürgern im Nationalsozialismus: Sie wurden öffentlich gedemütigt, aus der "Volksgemeinschaft" ausgestoßen und vernichtet. Scham ist ein sozialer Affekt, der in allen zwischenmenschlichen Beziehungen akut werden kann.

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Nachtrag - 2007-02-05:

Der Tagungsband ist nun erschienen und veröffentlicht auf 120 Seiten alle Vorträge: von Dan Bar-On, Leon Wurmser, Stephan Marks, Micha Hilgers, Bianca Wenzel, Maria Spychiger, Ingrid Riedel und Prof. Meckenberg. Das Buch kann zu einem ermäßigten Preis von 14,50 Euro inklusive Versand und Porto hier gekauft werden. Der Druck des Tagungsbandes wurde nunmehr ermöglicht aus den Überschüssen der Tagung, durch die freundliche Unterstützung der Katholi­schen Fachhochschule Freiburg und durch günstige Konditionen des LIT-Verlages.