In Fortsetzung der beiden Tagungen vom März und November 2005 wird die Rolle des Unbewussten auf dieser dritten Tagung an Problemstellungen der künstlerischen, psychiatrischen und psychotherapeutischen Praxis weiter aufgegriffen. Welche Bedeutung und Tragweite ist dem Unbewussten in diesen Praxisfeldern beizumessen? Wie kann es gedacht, wie kann es theoretisiert werden? Zunächst richten wir den Blick auf Berührungen zwischen Kunst und Therapeutik, insbesondere auf Bildende Kunst und Literatur. Die in den letzten Jahrzehnten vollzogenen großen konzeptionellen Veränderungen auch des Wissens über das Unbewusste bringen für Patienten und Therapeuten gleichermaßen Orientierungsschwierigkeiten mit sich. Immer mehr zeichnet sich bei aller allgemeinen Theorie die Bedeutung des persongebundenen Wissens, Könnens und Kommunizierens ab. Das unterstreicht nur, wie sehr es auf das Zusammenspiel der beteiligten Personen, auf "Intersubjektivität" und "Relationalität" bei gleichzeitiger "Authentizität" ankommt. Das gilt auch und gerade bei jenen Problemen, für die die "Psychiatrische Familienhilfe" einen Ausweg bieten kann. Deshalb widmet sich ein Beitrag der "Zeitkrankheit Depression", und am Ende schlagen wir einen Bogen zwischen Musik, Sprache und Psychotherapie.
Wann und Wo: *30. Sept. und 1. Okt. 2006* im Harnack-Haus, Berlin Wer: Wissenschaftliche Leitung: Michael B. Buchholz und Günter Gödde