Sie sind hierLerntherapie - Ein Interview mit dem Psychoanalytiker Armin Metzger
Gespeichert von akpe am Sa, 2006-02-18 15:45
Interview: Martin Schweizer Seit fünfzehn Jahren gibt es das vom Schaffhauser Psychoanalytiker Armin Metzger gegründete Institut für Lerntherapie. Schaffhauser Nachrichte: Was, auf einen einfachen Nenner gebracht, muss man sich unter der weit herum einmaligen Lerntherapie vorstellen? Armin Metzger: Auf wenige Sätze reduziert, könnte man sagen: Es geht in unseren Therapien um Veränderung im Lernenden und nicht um blosse Lerntechniken. Ziel ist nicht das Anlernen, sondern das Lernen von innen heraus, denn die Ursache einer Störung liegt häufig im Kind selbst. Es muss sich frei machen von Ängsten, nur so kann es sich entfalten und den eigenen Lernprozess optimal steuern. Dickens hat es einst auf den Punkt gebracht: "Angst macht dumm", schrieb er. SN: Der Lernprozess und seine Auswirkungen auf die Persönlichkeit des Kindes und Jugendlichen stehen im Zentrum der Therapie und nicht primär die Vermittlung des Stoffes. Sehen wir das richtig? Metzger: Ja, denn der Lernende ist der Träger jedes Lernprozesses, ganz im Sinne von *Saint-Exupéry*, dem der schöne Satz zugeschrieben wird: "Wenn du ein Schiff bauen willst, so fange nicht damit an, Holz zu sammeln, Planken zu schneiden und die Arbeit einzuteilen, sondern erwecke in den Menschen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer". So verstehe ich auch die Lerntherapie. [weiter in Schaffhauser Nachrichten] [ Projekte ]:
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