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Das schwierige Erbe Freuds
Einladung zu Vortrag und Diskussion: *Psychoanalyse zwischen Verdrängung und Verklärung*
Österreichische Botschaft, Stauffenbergstraße 1, 10785 Berlin
Für diese Veranstaltung ersuchen wir Sie um Ihre persönliche Anmeldung.
Tel.: (030) 202 87-114 E-Mail: berlin-kf@bmaa.gv
*Donnerstag, 8. Juni 2006, 19.30 Uhr*
Vortrag von Josef Christian Aigner (Universität Innsbruck). Podiumsdiskussion mit Irene Berkel (Humboldt-Universität, Berlin) Hans-Joachim Busch (Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt), Bernd Nitzschke (Psychoanalytiker, Düsseldorf), Moderation: Klemens Renoldner
Die Psychoanalyse hat sich nach anfänglichen Problemen angesichts der medizinisch-naturwissenschaftlichen Gegenspieler weltweit erfolgreich etablieren können: als klinisch-therapeutische Praxis und auch als Bereicherung vieler geisteswissenschaftlicher Diskurse. Was stets relativ unterbelichtet blieb und auch von der modernen Psychoanalyse zu wenig weiterentwickelt wurde, sind die gesellschafts- und kulturkritischen Elemente der Freudschen Lehre. Dabei sind sie nichts Abgehobenes der politisierenden Zirkel der sechziger und siebziger Jahre, sondern etwas genuin Freudianisches. Denn der Gegensatz zwischen Trieb und Kultur, zwischen den menschlichen Wünschen und den gesellschaftlichen Einschränkungen war und ist auch für das Verständnis seelischen Leidens und seelischer Krankheiten grundlegend. Damals wie heute.
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