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GWG & das Internet

  Die Zeitschrift "Gesprächspsychotherapie und Personzentrierte Beratung" der Gesellschaft für Wissenschaftliche Gesprächsführung GWG e.V., die sich dem Personzentrierten Ansatz von Carl R. Rogers (1902–1987) verpflichtet fühlt, hat die Neuen Medien in der Ausgabe 4/2006 zum Schwerpunktthema. Ausgehend von dem Gedanken, dass sich eine personenzentrierte Haltung und die Arbeit mit dem Internet nicht ausschließen, sondern erfolgreich ergänzen können, wird das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.
  • Ursula Klupp und Eleonore Ploil stellen in dem Artikel "Soziale Arbeit geht neue Wege" ihre Erfahrungen in der psychosozialen Arbeit mit Neuen Medien dar und zeigen auch die Grenzen der Einsatzmöglichkeiten auf.
  • Mit der Umsetzung des personenzentierten Bildungsansatzes in einem durch Lehr-/Lerntechnologie erweiterten Umfeld der universitären Lehre, das auch metakognitive Kompetenzen (Kommunikation, Verstehen, Teamfähigkeit usw.) berücksichtigt, setzt sich Renate Motschnig-Pitrik auseinander. Sie geht dabei auch auf die gestiegenen Anforderungen an Lehrende ein, die "einer längeren, persönlichen Entwicklung des zwischenmenschlichen Zugangs zu den Studierenden (...) bedürfen. Dabei könnte ein Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten in Gesprächsgruppen wie auch virtuellen Räumen im Sinne einer 'blended Community für Kompetenzentwicklung' diese Entwicklung beschleunigen und das Zusammenfließen von Lehren und Lernen in einer erweiternden Prozess erleben lassen". Und sie verweist auf den Personal-Centered Approach to Higher Education an der Universität Wien.
  • "Personenzentrieten Weiterbildungen ein zeitgemäßes Outfit" geben ist das Thema, das Dorothea Kunze in einem Interview zum Thema "E-Learning in der GWG" erläutert.
  • Online-Beratung in der Drogen- und Suchtprävention www.drugcom.de wurde von Peter Tossmann von delphi u.a. untersucht und nach der Methoder der Qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse sind in dem Artikel "Onlineberatung: Ein Instrument der sekundären Prävention" zu finden und auch online - PDF verfügbar.
Insgesamt wird hier ein breiter Zugang zu dem Schwerpunktthema deutlich, der hie und da auch Überraschendes hervorbringt, aber von den 2.0er Diskussionen mitsamt ihrer Apologeten wohl noch nicht erreicht wurde. Schade.
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